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Große Freude

von Kerstin Marzinzik - Impressum & Datenschutz   ·   01.12.2016   ·   3 Minuten Lesezeit

Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu [den Hirten auf dem Feld], und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird; denn euch ist heute in der Stadt Davids ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr. (Lk 2,9-11)

Weihnachten ist für viele Menschen in unserem Land das wichtigste Fest im Jahr. Für kein anderes Fest wird so viel geschmückt und dekoriert, an keinem anderen Fest (außer vielleicht zu Hochzeiten) wird so viel an leckerem Essen vor- und zubereitet, an keinem anderen Fest gibt es so viele Geschenke. Theologisch ist Ostern, die Feier der Auferstehung Jesu, das wichtigste Fest. Es ist auch das erste Fest, das die Christen feierten. Die ersten Christen begingen nämlich nur den Sonntag, den Tag der Auferstehung Jesu. Die anderen Feste des Kirchenjahres kamen erst nach und nach dazu.

Dennoch hat natürlich auch das Weihnachtsfest seine Berechtigung, denn ohne die Menschwerdung Jesu wären Jesu Tod und Auferstehung nicht möglich gewesen. Nur weil Jesus Mensch wurde, konnte er den Menschen von Gottes Liebe erzählen und durch viele gute Werke zeigen. Und nur weil er Mensch wurde, konnte er stellvertretend für unsere Sünden sterben und dadurch den Tod besiegen. Seine Auferstehung ist der Beweis dafür, dass der Tod keine Macht mehr über die Menschen hat und so wie er einst auch alle anderen Menschen auferweckt werden.

Wenn wir aber mit Christus gestorben sind [in Christi stellvertretendem Tod sind quasi alle Glaubenden mitgestorben, vgl. 2.Kor 5,14], so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. (Röm 6,9-10)

Und dieser Glaube ist nicht etwa eine vage Hoffnung, sondern darf für jeden Glaubenden eine feste Gewissheit sein:

Das Wort ist gewiss; denn wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben […] (2.Tim 2,11)

Und dieses Wissen, dass vor gut 2000 Jahren unser Erretter (Lk 2,11) geboren wurde, Jesus Christus, der uns von unserer Sünde und dem Tod errettet hat und jedem Glaubenden ewiges Leben schenkt, ist die Ursache der »großen Freude«, von der die Engel zu den Hirten auf dem Feld bei Bethlehem sprachen. Ein größeres Geschenk hätte Gott uns Menschen nicht machen können und dementsprechend gibt es kein Ereignis, das uns größere Freude bereiten könnte. Und diese Freude ist unabhängig von äußeren Umständen, vom persönlichen Wohlergehen, Gesundheitszustand, Erfolg usw. Deshalb finden wir in der Bibel auch so viele Aufforderungen, uns zu freuen.

Freut euch in dem Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! (Phil 4,4)

Selbst wenn die äußeren Umstände alles andere als erfreulich sind, bleibt eine Grund zur Freude bestehen: Jesus Christus.

Ihn [Jesus Christus] liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen! (1.Pt 1,8-9)

Wohl dem, der diese Freude allezeit im Herzen hat!